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Ge­fälsch­te Brie­fe/E-Mails der Bundesnetzagentur in Um­lauf

Geschrieben von LGG | 21. Mai 2026 09:14:13 Z

Kriminelle verschicken derzeit gefälschte Schreiben im Namen der Bundesnetzagentur und versuchen damit, Betreiber von Photovoltaikanlagen unter Druck zu setzen. In den Briefen wird behauptet, die jeweilige Anlage sei nicht korrekt im Marktstammdatenregister eingetragen. Gleichzeitig drohen die Absender mit angeblichen Sanktionen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Nach Angaben der Bundesnetzagentur handelt es sich dabei eindeutig um Betrugsversuche. Betroffene werden aufgefordert, Geld auf ein angebliches Konto der Behörde zu überweisen und zusätzlich sensible Daten per E-Mail zu übermitteln. Die Behörde stellt jedoch klar: Solche Zahlungsaufforderungen stammen nicht von ihr.

In den bekannten Fällen tragen die Schreiben den Betreff „Hinweis auf Pflichtverstöße nach EEG und MaStRV Zahlung einer EEG-Sanktionszahlung“. Besonders auffällig: Als Absender wird teilweise eine Außenstelle in Sömmerda genannt, die gar nicht existiert. Auch die angegebenen Telefonnummern und Kontaktdaten sind fehlerhaft oder manipuliert.

Die Täter verlangen meist eine Zahlung von 41,60 Euro innerhalb von 14 Tagen. Gleichzeitig drohen sie mit einer deutlich höheren „Sanktion“ von 208 Euro sowie weiteren rechtlichen Konsequenzen, falls die Frist verstreicht. Zusätzlich sollen Empfänger eine sogenannte EEG-Jahresmeldung an die E-Mail-Adresse „bnetza@mail.de“ schicken, eine Adresse, die nicht zur Bundesnetzagentur gehört.

Die Behörde warnt ausdrücklich davor, auf diese Forderungen einzugehen. Weder sollten Zahlungen geleistet noch persönliche Daten wie Kontoverbindungen, IBAN oder Anlagendaten weitergegeben werden. Auch Antworten auf die genannte E-Mail-Adresse sollten unterbleiben.

Die offizielle Warnmeldung der Bundesnetzagentur finden Sie hier: https://bundesnetzagentur.de/1106022

Betrugsversuche erkennen: Darauf sollten Sie achten

Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass betrügerische Schreiben und E-Mails häufig ähnliche Merkmale aufweisen. Dazu zählen unter anderem:

  • Aufforderungen, auf Links zu klicken oder Online-Formulare auszufüllen
  • Zahlungsforderungen auf ausländische oder unbekannte Konten
  • Sprachliche Fehler, unklare Formulierungen oder falsche Fachbegriffe
  • Fehlende Ansprechpartner oder keine direkten Kontaktdaten wie Telefonnummern

So sollten Betroffene reagieren

Wer ein solches Schreiben erhält, sollte nicht darauf reagieren und die Nachricht im Zweifel sofort löschen beziehungsweise entsorgen. Wurde bereits Geld überwiesen oder wurden persönliche Daten weitergegeben, empfiehlt sich umgehend die Kontaktaufnahme mit der eigenen Bank.

Die Bundesnetzagentur rät außerdem dazu, Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt zu erstatten. Betroffene sollten zudem Familie, Freunde und Bekannte über die aktuelle Betrugsmasche informieren, damit möglichst niemand auf die gefälschten Forderungen hereinfällt.